Prompting
Prompts sind Fragen oder Aufforderungen, die man in GenKI-Tools wie Fobizz, Copilot oder Claude eingibt, um ein bestimmtes Ergebnis zu erreichen.
Oft klappt es nicht sofort. Doch Prompts lassen sich schrittweise verfeinern: Man beginnt mit einer ersten Version und verbessert sie systematisch und anhand klarer Hinweise.
Effektives Prompting - die wichtigsten Regeln
Ein guter Prompt funktioniert wie eine präzise Arbeitsanweisung: Je klarer und vollständiger die Formulierung, desto besser das Ergebnis.
1. Klare, präzise Sprache
Vage oder mehrdeutige Formulierungen sind zu vermeiden. Einfache, direkte Sätze erzielen bessere Ergebnisse als lange, verschachtelte Formulierungen.
2. Rolle der KI definieren
Es empfiehlt sich, die Funktion der KI klar anzugeben – etwa als Deutschlehrerin, anspruchsvoller Lehrmeister oder Mathematik-Coach. Die Rollenangabe steuert Ton, Fachsprache und Perspektive der Antwort erheblich.
3. Kontext möglichst genau beschreiben
Alle relevanten Hintergrundinformationen sollten angegeben werden: Situation, Zielpublikum sowie der Bezug zu Lehrplan und Lernzielen. Je präziser der Kontext, desto passgenauer das Ergebnis.
4. Auftrag klar formulieren
Der Auftrag an die KI sollte konkret und mit einem klaren Verb formuliert werden – etwa erstellen, analysieren oder vereinfachen. Ein präziser Auftrag verhindert, dass das Ergebnis am eigentlichen Bedarf vorbeizielt.
5. Ziel und Erwartungen benennen
Das angestrebte Ziel des Ergebnisses sollte explizit benannt werden, damit die KI die richtigen Prioritäten setzen kann. Je klarer die Erwartungen formuliert sind, desto zielgerichteter fällt die Antwort aus.
6. Format vorgeben
Die gewünschte Form des Ergebnisses – etwa Fliesstext, Liste, Tabelle oder personalisiertes Arbeitsblatt ist anzugeben. Ohne Formatangabe wählt die KI selbst, was häufig nicht den Erwartungen entspricht.
7. Beispiele mitgeben
Das Anfügen von Beispielen am Ende des Prompts gilt als eine der wirksamsten Methoden zur Verbesserung der Ergebnisqualität. Konkrete Muster und Vorlagen reduzieren Missverständnisse und erhöhen die Präzision der Antwort.
Minimale Prompt-Checkliste
| Element | Leitfrage |
| Rolle | In welcher Funktion soll die KI antworten? |
| Kontext | Was ist die Situation, wer ist das Zielpublikum, welche Rahmenbedingungen gelten? |
| Auftrag | Was soll die KI konkret tun oder erstellen? |
| Ziel | Was soll mit dem Ergebnis erreicht werden? |
| Format | In welcher Form soll die Antwort vorliegen? |
| Beispiele | Welche konkreten Muster oder Vorlagen können mitgegeben werden? |
Für eine etwas ausführlichere Darstellung siehe "Prompting Prinzipien"
Der DLH hat weitere sofort nutzbare Prompting-Tipps wie auch eine Prompt-Bibliothek zusammengestellt:
Prompt-Bibliothek des DLH (Neue Online Prompt-Bibliothek des DLH – im Aufbau, wird laufend erweitert und angepasst.)
ChatGPT-Guide für Lehrpersonen (deutsch, M. Flick)
Prompt-Library for educators (englisch)
Prompt-Ideen für Lehrpersonen um Zeit zu sparen (englisch)
Differenzierte Prompt-Bibliothek für den Bildungsbereich (englisch)
Prompts für Bilder
Prompts für die Bildgenerierung unterscheiden sich grundlegend von Textprompts, da der Fokus auf visuellen Elementen und räumlichen Beziehungen liegt. Die folgende Struktur hat sich in der Praxis als besonders wirksam erwiesen (ausführlicher Guide siehe hier).
1. Hauptmotiv klar benennen
Das zentrale Element des Bildes ist präzise zu beschreiben – eine Person, ein Objekt oder eine Landschaft. Zu viele Elemente auf einmal überfordern das Modell; es erkennt dann nicht mehr, was das Hauptelement im Bild sein soll.
2. Bildtyp und Stil angeben
Grundlegende Bestandteile sind: Bildtyp (Foto, Illustration, 3D-Grafik oder Gemälde) sowie Stil und Ästhetik – etwa „im Stil eines technischen Blueprints" oder mit Verweis auf eine bekannte künstlerische Richtung.
3. Kontext und Umgebung beschreiben
Die Umgebung, in der das Motiv erscheint – etwa ein Studio mit weissem Hintergrund oder ein natürliches Setting – definiert den Rahmen des Bildes. Auch Tageszeit, Jahreszeit oder historische Epoche sind anzugeben, wenn relevant.
4. Licht, Farbe und Perspektive festlegen
Technische Parameter wie Beleuchtung, Perspektive und Farbschema beeinflussen die Atmosphäre erheblich. Modifikatoren wie „hoch detailliert", „fotorealistisch" oder „Studiobeleuchtung" signalisieren der KI, besondere Sorgfalt auf diese Merkmale zu legen.
5. Optimale Promptlänge einhalten
Es gibt keine feste Regel, aber prägnante Prompts mit 15–50 Wörtern sind oft effektiv. Für professionelle Anwendungen gelten 30–80 Wörter als optimal.
6. Negative Prompts verwenden
Sogenannte Negative Prompts – also Begriffe, die explizit ausgeschlossen werden sollen, etwa „ohne Text, ohne Verzerrungen" – helfen, unerwünschte Elemente zu minimieren.
7. Iterativ vorgehen
Die iterative Prompt-Optimierung ist essenziell: Man startet mit einem groben Prompt, analysiert das generierte Bild und passt die Beschreibung anschliessend schrittweise an.
Empfohlene Prompt-Struktur
Motiv + Stil/Stimmung + Umgebung/Hintergrund + Farben + Licht +
(optional: Format/Winkel/Qualität)
Beispiel: „Fotorealistisches Porträt einer Lehrerin am Whiteboard, modernes Klassenzimmer, warmes Tageslicht, ruhige Atmosphäre, leicht erhöhte Perspektive, hochauflösend"
Resultat mit genau diesem Prompt:
Empfohlene Prompt-Struktur
Motiv + Stil/Stimmung + Umgebung/Hintergrund + Farben + Licht +
(optional: Format/Winkel/Qualität)
Beispiel: „Fotorealistisches Porträt einer Lehrerin am Whiteboard, modernes Klassenzimmer, warmes Tageslicht, ruhige Atmosphäre, leicht erhöhte Perspektive, hochauflösend"
Resultat mit genau diesem Prompt:
Erzeugt auf «Nano Banana» von Google, ein kostenloses und sehr intuitives Tool: Der Guide dazu ist hier.
Für Schulen, die Adobe Lizenzen haben, bietet sich natürlich auch Firefly an.